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Huforthopädie & Tierheilpraxis

Gesundheit


Darmsanierung- nicht immer des Rätsels Lösung

vom 31.07.2016

Da ich selbst ein Pferd besitze, welches lange Zeit unter ständigem Kotwasser litt und auch heute noch immer wieder diese Problematik zeigt, habe ich mich natürlich sehr intensiv mit der Therapie dieser Symptome auseinander gesetzt.

Auch habe ich mittlerweile viele Kunden, deren Pferde unter Kotwasser oder anderen Darmproblematiken leiden - und es wurden schon zig Entgiftungskuren und Darmsanierungen durchgeführt....und nichts half.

Doch ist Darmsanierung auch immer des Rätsels Lösung?

Mein Pferd hat "Darmflora"

Jedes Pferd hat sie....selten eine ganz gesunde, aber jedes Pferd hat sie. 
Die Darmflora besteht aus Keimen, Bakterien und noch einiges an Gedöns, welches vieles mittlerweile eine bestimmte Wertung abgekommen hat. Man spricht von "bösen" Keimen und "guten" Keimen - doch wirkliche Forschungsgrundlagen zu diesen Urteilen gibt es nicht. 

Fakt ist: Jede Darmflora besteht aus Keimen, die zum Großteil sowohl "gut" als auch, sollte zuviel von Ihnen vorhanden sein, oder sie durch eine geschädigte Darmwand aus ihrem Bestimmungsort wandern, auch "böse" Eigenschaften haben. 

Fakt ist auch: Man kann und sollte nicht, gezielt versuchen einen bestimmten Keim in dieser Darmflora gänzlich zu vernichten. Jeder Keim in dieser Flora hat seine bestimmte Aufgabe (oder auch nicht, und dann ist er einfach nur da)

Oftmals soll diese Darmflora bei z.B. Kotwasserproblematiken unterstützt werden, oder aufgebaut werden. Man füttert Hefen, Mikroorganismen, aufbauende, wohltuende, beruhigende, anregende Kräuter, ein paar Kügelchen, ein paar Zusatzfuttermittelchen mit Leinsamen, Flohsamen etc. 

Man hat damit vielleicht auch kurz eine Wirkung erzielt. Doch meistens: Werden die Symptome danach noch schlimmer - oder sie kehren einfach nach einiger Zeit wieder zurück. 

Haupttherapieplan: "Darmsanierung" 

Die sogenannte Darmsanierung baut sich dabei meist wie folgt auf:

Anregung der Darmflora

  • Entgiftung und Entsäuerung

  • Erhalt der Darmflora

Hat man nun ein Pferd mit Blähbauch, Wasserbauch oder Durchfall und/oder Kotwasser - ist dies Therapieplan Nummero 1 - meistens.

Ich habe das schon von vielen Therapeuten so empfohlen bekommen - und ja auch ich habe mich daran gehalten, auch ich fand das ganz schlüssig. 

Und auch ich habe den Preis von ca. 50- 120€ in so eine Darmsanierung investiert. Mit welchem Ergebnis? - Keinem.

Und warum?

Weil die wenigsten beachtet haben, dass genau bei dieser Problematik, eine absolut genaue Diagnostik der Grundstein der Behandlung ist.

Anregung der Darmflora:

Ich füttere meinem Pferd, Hefen zu, Mikroorganismen - welche die Behausung der Darmflora etwas aufstocken sollen. Ich füttere aktivierende Kräuter, welche die Darmperistaltik anregen sollte - doch beachte ich eines nicht:

  • weshalb benötigt die Darmflora denn überhaupt eine Anregung?

Entgiftung und Entsäuerung

Ich füttere meinem Pferd adstringierende Kräuter, Bitterstoffe, ausleitende Kräuter, gleichzeitig basische Produkte um den Säuregehalt zu reduzieren - doch beachte ich eines nicht:

  • der Magen des Pferdes benötigt teilweise ein äußerst saures Milieu um seine Arbeit richtig zu leisten!

  • geschädigte Darmwände werden eventuell noch durch diese Kräuter etc. gereizt!

Erhalt der Darmflora

Ich füttere meinem Pferd flüssigkeitsbindende, regulierende Stoffe, Pektine, diverse Kräutermischungen, Schüssler Salze - doch beachte ich auch hier eines nicht:

  • Die vielleicht nun noch mehr strapazierte Darmflora wird nun auch noch ihrer Flüssigkeit beraubt - die sie vielleicht produziert um die Stoffe abzutransportieren, die nun fälschlicher Weise in den Körper gelangt sind

  • Durch dauerhafte Beigaben von Verdauungsunterstützern, mache ich den Darm meines Pferdes faul...ich entschleunige die Peristaltik, ich nehme ihm die Arbeit ab - und irgendwann hat er selbst kein Bock mehr, seine Arbeit zu leisten.

Der Teufelskreis beginnt.

Ich möchte hier nun nicht auf genaue Studien oder anatomischen Werte eingehen - ich möchte lediglich einmal die Augen öffnen und den Menschen da draußen zeigen - was es heißt, eine Darmproblematik RICHTIG anzugreifen. Leider lese ich immer häufiger in Foren - "Mein Pferd hat Kotwasser- was kann ich tun?" und dann enden darunter 354 Kommentare mit "Boah das Mittel von ***** ist super" - "Nein, das von *** hat mir viel besser geholfen". Diese Leute rennen dann zum Futtermittelhersteller XY, lassen sich eine Futterberatung machen und enden dann wirklich mit einem der Produkten *** und einem leerem Geldbeutel - denn zu 99% hilft das Futter auf Dauer GAR NICHTS.

Man muss sich den Ursachen!!! der Symptome bewusst werden!

Kein Mittelchen dieser Welt, wird Euch und eurem Pferd helfen - sei es auch noch so gut - wenn es einfach nicht zum Auslöser des Symptomes passt. Und - vor allem - wenn der AUSLÖSER selbst nicht auch beseitigt wird!!!

Welche Ursachen kann Kotwasser - Durchfall - Blähbauch - etc. haben?

  • Falsche Fütterung
  • Stress
  • Magenprobleme (Magenreizung, Magengeschwüre)
  • Mangelnde Bewegung
  • Falsche Bewegung
  • Zuviel Bewegung
  • Zuviel "Falsche" Weide
  • zu wenig Weide
  • Schlechtes Heu
  • zu wenig Heu
  • Zuviel Heu von falscher Qualität, mit falschen Vorraussetzungen
  • Silage
  • Trinkwasser
  • ....

Ich könnte die Liste nun mit so einigem noch weiter ergänzen.

Oftmals zeigen Pferde, welche diese Problematiken nachweisen, einen dicken, hängenden Bauch, sind schlapp und teilweise auch gereizt.

Viele Besitzer tun nun folgendes:

  • Sie reduzieren das Heu - denn das Pferd ist zu fett
  • Sie reduzieren die Koppel - denn das Pferd ist zu fett
  • Sie füttern Leistungssteigerer, oder mehr Kraftfutter - denn das Pferd ist zu schlapp
  • Sie steigern das Training - denn das Pferd hat abgebaut.

Und irgendwann steht man von diesem, armen, unglücklichen, völlig deformierten und ausgelaugtem "Kläpper" und er kann ihm nur noch leid tun - doch der Besitzer hat wirklich alles getan, was in seiner Macht stand.

Doch:

  • War die Heureduzierung wirklich das richtige? Wurde eventuell einmal das Heu analysiert - wieviel steckt in dem Heu, wieviel müsste mein Pferd davon fressen, damit sein Grundbedarf gedeckt ist? Und vor allem wieviel, damit er kein Hunger leiden muss?

Oftmals erlangt man mit der Heureduzierung, von Heu, das meist eh nicht perfekter Qualität ist - nur eine Mangelernährung der Tiere, denn sie erhalten damit noch weniger, der eigentlich notwendigen Inhaltsstoffe. Dazu leiden sie nun auch noch an Hunger, was natürlich auch einfach unglücklich macht!

  • Gleiches Prinzip gilt für die Koppel.

Oftmals dürfen diese Pferde nur noch auf abgefressene Koppeln, damit sie ja nicht zu fett werden und bekommen mit dem kurzen, gestressten Gras dann noch ihren Zuckerschock - und ja, jetzt beginnt wirklich so langsam eine totale Verschiebung der Darmflora!

  • Kraftfutter, Pushmittel...das alles muss der nun eh schon geschwächte Körper versuchen zu verarbeiten. Soviel Energie mit meist nicht wirklicher (PFERDE-)natürlicher Herkunft.

  • und dann noch das gesteigerte Training - Stress pur!

Ursachenforschung!

Sollte deshalb die Grundlage aller Pferdebesitzer werden, welche Pferde mit Darmproblemen besitzen.

Führt ein Tagebuch darüber, wie sich euer Pferd fühlt, wann hat es einen Blähbauch, wann hat es Kotwasser,wann Durchfall?

Wie viel frisst mein Pferd? Wieviel würde mein Pferd fressen, wenn es so könnte, wie es wollte?

Wie verhält sich mein Pferd in seiner Herde, ist es rangniedrig? (Über Boxenhaltung will ich nicht sprechen!!)

Und dann, zieht euch einen guten Tierheilpraktiker, oder auch Tierarzt an Eure Seite um gemeinsam und gezielt, weitere Dinge wie "Magengeschwür? Darmflorascreen?Parasitenbefall?" auszuschließen - und ihr werdet sehen:

Sind die Ursachen erst beseitigt, saniert sich so ein Darm teilweise ganz von alleine!!!


Das Equine Metabolische Syndrom und die Krux der Radikaldiät

vom 09.04.2016

Auch ich beschäftige mich nun seit geraumer Zeit mit diesem Thema. Immer mehr Hufrehepatienten tauchen jetzt zum Frühjahr wieder auf. Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, werden schlanke Tiere mit Hufrehe zu den ECS'slern gezählt (Equines Cushing Syndrom), dicke Pferde zu den EMS'slern (Equines Metabolisches Syndrom). Die gängigen Therapien sind oft wenig erfolgsversprechend und machen meist einen chronischen Patienten aus den Pferden. Doch was kann man tun?

EMS- was ist das ?

Hierzu einmal kurz und knackig die normalen Abläufe in einem Pferdeorganismus:

  • Die Nahrungsaufnahme erfolgt.
  • Daraufhin beginnt die Bauchspeicheldrüse Insulin auszuschütten.
  • Zellen der Organe, die Energie benötigen, wie z.b. die Muskulatur, die Leber, das Speicher und Fettgewebe nehmen den Zucker auf.
  • Blutzucker und Insulinspiegel sind damit im Einklang.

Überfütterung - Bewegungsmangel - Stoffwechselstörungen- der Teufelskreis

Durch eine Überernährung gepaart mit Bewegungsmangel kommt es nun zur Verfettung.

Die Hormone aus den überladenen Fettdepots sorgen dafür, dass Zellen der Organe, welche den Zucker benötigen, auf Insulin nicht mehr gut ansprechen.

  • Gewebe, Muskulatur, Leber, etc. bekommen weniger Energie
  • Der Verbrauch sinkt im Gesamten.
  • Das Fettgewebe bekommt noch mehr Zucker zum Speichern
  • Der Blutzuckerspiegel ist dauerhaft erhöht und die mangelnde Wirkung des Insulins führt dazu, dass die Verbraucherorgane zu wenig Zucker aus dem Blut aufnehmen.
  • Somit bleiben der Blutzuckerspiegel, als auch das Insulin erhöht - eine Insulinresistenz entsteht
  • Der dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel, sowie der Insulinspiegel wirken toxisch (= Glukotoxizität)
  • Schäden an Organen und vor allem an den Blutgefäßen entstehen - hier könnte eventuell der Auslöser von Hufrehe erklärt sein...

Ist eine Hufrehe erst mal da - so schließt sich der Teufelskreis:

  • Schmerzen der Hufrehe verursachen Stress.
  • Das Stresshormon Kortisol (körpereigenes Kortison) wird ausgeschüttet. Dies wiederum fördert ebenfalls eine Insulinresistenz.
  • *Werden Schmerzmittel während der Hufrehe gegeben, so belastet das Pferd den entzündeten Hufbeinträger noch mehr. Abhilfe kann hier nur eine richtige Hufbearbeitung geben! *

Typische Symptome werden sichtbar:

Massive Fetteinlagerungen im Mähnenkamm, Kruppengegend und Präputium
Das Pferd scheint keine Muskeln aufzubauen, obwohl der Ernährungszustand ausreichend dazu wäre.
Hufprobleme, Hautprobleme werden immer sichtbarer - der Stoffwechsel streikt.

Nun erfolgt eine Diagnose meist per Blutbild und Testung der Insulinwerte,Glukose, evtl.ACTH,Schilddrüsenhormone und Triglyceride. 
Hierzu ist wichtig zu wissen, dass die Blutprobe schnellsten zentrifugiert und eingefroren werden sollte. Oftmals ist eine gesicherte Umsetzung dabei kaum möglich.
Sehr oft erfolgt eine Blutprobe während einer bereits vorhandenen Hufrehe - hier gilt zu beachten: Stress und Schmerz fördert die Ausschüttung von den Stresshormonen Kortisol: Auch diese fördern eine Insulinresistenz und können die Blutwerte verfälschen!

Gängige Behandlungsmethoden

Die Radikaldiät

Pferde, bei denen EMS nun "diagnostiziert" wurde, werden auf Radikaldiät gesetzt. Oftmals erfolgt diese Umsetzung sofort und wie schon erwähnt "radikal".

Folgen dieser Methode sind- richtig: weitere Stoffwechselentgleisungen!

Sehr oft beobachte ich, dass Pferde, die auf eine Radikaldiät gesetzt wurden, einen weiteren Hufreheschub erleiden. Hierbei handelt es sich nun meist um toxische Folgen.

Lange Fresspausen entstehen, der Verdauungstrakt übersäuert, wertvolle Darmbakterien sterben ab und der Organismus wirkt toxisch. 

Zudem leiden diese Pferde erhöht unter Stress: Schmerzen, Hunger und meistens noch relativ verzweifelte Besitzer, die nur eins im Kopf haben: BEWEGUNG BEWEGUNG UND JA NICHTS FRESSEN!

Die meisten Pferde, die einmal an EMS erkrankt sind, werden chronische Patienten. Durch den durch die Behandlung entwickelten Teufelskreis entstehen immer mehr Symptome und Folgen der ausgelösten Stoffwechselentgleisung. Die Pferde leiden immer mehr.

Alternative Behandlungsmethoden

Die Bioresonanzanalyse:

Was geht vor im Körper des Pferdes, wo sind die URSACHEN dieser Erkrankung und ihren Folgesymptomen? Oftmals hilft eine Bioresonanzanalyse um genauere Ursachen feststellen zu können.

Ein angepasster Fütterungsplan!

Ein "überfettetes" Pferd muss abnehmen, das ist richtig. Doch bei einer "Diät" sollte der Stoffwechsel trotzdem weiterhin intakt bleiben! Langsames anpassen an das Sollgewicht ist deshalb von Nöten. 

  • Verzicht auf Kraftfutter, Müslis - ggfs. angepasste "Energielieferanten".
  • Qualitativ hochwertiges Heu, gutes Wasser! - Das Füttern aus Heunetzen hilft zur Entschleunigung und erspart den Tieren damit, bei einer Diät zu "Fresspausen" zu kommen.
  • Anpassung des Mineral und allgemeinen Spurenelementhaushaltes - wichtig ist, auch trotz Diät muss dieser passen! Es soll und darf hier zu keinen Mängeln kommen, die das Pferd weiterhin belasten!

Entgiftung und Anregung des Stoffwechsels und seiner Organe

Das Equine Metabolische Syndrom spricht, wie im Namen schon - vom "METABOLISCHEN" Vorgang im Körper des Pferdes - also vom Stoffwechsel.

Leber und Niere sollten hier als erstes genannt werden, denn diese beiden sind die wichtigsten Mitspieler.
Eine gute Durchblutung sollte aufgrund der Hufrehe oder zur Vorsorge von Hufrehe gesichert sein.

Hier gilt nun alles Belastende los zu werden und schließlich den Stoffwechsel über längeren Zeitraum zu unterstützen, bis eine Balance gegeben und gesichert werden kann.
Oftmals beziehen sich diese Behandlungen auf einen Zeitraum von 1-2 Jahren.

Ein angepasster Bewegungsplan

Viele der EMS und Hufreheerkrankter Pferde sind in meinen Augen nicht mehr reitbar.
Hier muss zu Alternativen gegriffen werden, dass eine Bewegung im Sinne der "Diät" gegeben ist. Ausreichend Bewegung gilt bei der Genesung dieser Erkrankung als wichtigster Faktor!

EMS muss nicht die End- Diagnose sein!

Gerade alternative Methoden zeigen vielerlei Wege um EMS behandeln zu können, bzw. den Patienten in der Zeit sehr gut zu unterstützen.
Phythotherapie
klassische Homöopathie
Bioresonanz
Akkupunktur....uvm.

*Sprecht mich gerne darauf an! *

 Quellen: http://equivetinfo.de/html/metabolisches_syndrom.html
https://www.dr-susanne-weyrauch.de/gesundheit/ems-%E2%80%93-das-equine-metabolische-syndrom


Mauke - Tipps zur Behandlung

vom 21.11.2015

Sehr viele Pferdebesitzer klagen immer wieder über die bekannte Hauterkrankung "Mauke". Viele haben bereits resigniert und hoffen auf keine Besserungen mehr, dabei ist eine Heilung bei einer gezielten Behandlung durchaus möglich!

Was ist Mauke eigentlich? Mauke ist eine Infektion der Haut in der Fesselbeuge durch das Bakterium "Dermatophilus congolensis".Vor allem Pferde mit Behang und Weißem Behang sind deutlich anfälliger als andere Rassetypen.Die Haut entzündet sich, juckt und bildet durch ein übelriechendes Sekret häufig extreme Krusten, welche mehr Platz zum Vermehren der Bakterien bietet.

Schnelles Handeln ist gefragt, sonst kann es zu einem chronischen Krankheitsverlauf kommen. Nicht nur der Juckreiz ist plagend für die Pferde, nein es folgen angelaufene Beine, bis hin zur Schädigung des Hufhorns, oder weiteren infektösen Verläufen, bis hin zu Lahmheiten....

Und wie entsteht Mauke?

Oft sagt man, ist allein die Ursache, dass die betroffenen Pferde nicht hygienisch genug gehalten werden. Viel Stehen in zB Urin-getränktem Einstreu, schlammige Böden - sollen zum Aufweichen der Haut in der Fesselbeuge führen und dem Bakterium die Möglichkeit zum Ansiedeln geben.
Aber auch sehr trocken gehaltene Pferde können eine deutliche Neigung zur Mauke zeigen: zu trockene Haut wird spröde - auch kleine Hautrisse können dem Bakterium genug Platz zum Ansiedeln bieten.

Da auch ich Artax bereits wegen beginnender Mauke behandeln musste, weiß ich, dass nicht allein die äußeren Reize eine Mauke entstehen lassen können.
Nein, die Haut, als größtes Entgiftungsorgan weißt Defizite meist dann auf, wenn IM Körper etwas nicht im Gleichgewicht ist. So kam ich auch noch zu weiteren Ursachen:

  • Zum einen Stress, wie zB durch Stallwechsel, die Haut muss sich einem anderen Milieu anpassen. Ein bereits geschädigter Organismus kann hier eine größere Neigung zur Bildung von Mauke haben.
  • Fehlerhafte Mineralisierung: Immernoch wird viel zu viel auf diese "Allround"Präparate zurück gegriffen. Nicht nur die Tatsache, dass die Minerale in chemischer Form vorliegen, sondern auch meist noch in solcher Dosierung, dass sie sich teilweise gegeneinander ausspielen. Viele Minerale stehen im Zusammenhang zueinander, andere wiederum können sich gegenseitig hemmen. So könnte zb bei einer Überdosierung von Phosphor und Calcium eine Hemmung von Zink,Selen und Mangan entstehen - diese sind aber wichtig für ein gesundes Hautbild.
  • Zuviel Kraftfutter: Zuviele Pferde werden heutzutage einfach immernoch maßlos überfüttert. Die Futtermittelhersteller werben mit allumsorgenden Produkten und horrenden Tagesmengen-Empfehlungen. So kann vor allem bei Getreidefütterung ein Protein und Eiweiß-überschuss entstehen. Der wiederum gibt sowohl der Leber, als auch der Niere ordentlich zu kämpfen. Gerade eine geschädigte Leber lässt Pferde häufiger an Mauke erkranken.
    Ebenso Fruktanhaltiges "kurzes Gras" - die Pferde fressen an der Grasnabe. Ein gewisses Maß an Fruktan ist wichtig für den Organismus des Pferdes, zuviel jedoch, belastet den Organismus wieder.
    Es ist unbedingt notwendig, die Fütterung bei einem Maukepatienten anzupassen!
  • Das Falsche Kraftfutter: Bei Maukepatienten gilt: Auch ne "Hand voll" Falsches Futter, kann das Krankheitsbild verschlechtern. Zuviele Zusätze im Futter, wie zb Melasse und Co. Können sich ebenfalls schlecht bei einem erkrankten Pferd auswirken.
    Hier fand ich damals den Grund für Artaxs Mauke: - Melassereiches Futter und dann auch noch reines Getreide. Ich stellte Artaxs Fütterung damals komplett um!
  • Zuviel Reinlichkeit: Da wird gewaschen, geschrubbt, gecremt - und trotzdem leidet das Pferd an Hauterkrankungen die angeblich aus Hygienemangel entstehen sollen? Hier gilt nicht: Viel hilft viel! Nein, eher sollten wir uns bewusst werden, dass unsere Pferde ein gutes System haben ihre Haut selbst zu schützen. Häufiges Waschen, egal ob mit Wasser oder gar Zusätzen, sollte deshalb vermieden werden. Pferde bilden eine eigene schützende "Fettschicht" über der Haut, die durch zu häufiges Säubern geschädigt wird.

Was kann man tun?

Hier streiten sich noch die Gemüter - die einen Sagen: Die Krusten dran lassen!
Ich habe die Erfahrung gemacht: Krusten entfernen hilft schneller! Es gibt dem Bakterium keinen weiteren Platz zum Ansiedeln.

Nun ist es natürlich nicht einfach: Kruste entfernen und gut - nein, dies sollte natürlich so sanft wie möglich passieren. Die Haut unter der Kruste sollte NICHT nachbluten.
Ich habe die Kruste meist mit einer getränkten Kompresse langsam aufgeweicht.

Ich habe damals lange versucht die Mauke mit diversen Mitteln und im Handel beworbenen Präparaten zu behandeln und bin letztendlich auf die Behandlung mit Schüßler-Salzen umgestiegen.

Diese war mir sehr sympatisch: Hier ging es nicht nur darum, kräftig zu waschen und zu schmieren - nein, auch der Organismus sollte von innen heraus aktiviert werden.

So behandelte ich Artax gezielt von innen heraus und trug, je nach Stadium der Mauke die gewählten Salben auf. Nach bereits 6 Wochen war sie verschwunden! Zurück blieb eine leicht verhärtete Hautschicht, doch auch diese konnte mit einer Salbe der Salze wieder schön geschmeidigt gemacht werden.
Nach Umstellung der Fütterung auf eine getreidefreie Basis, sowie gezielte Anpassung der Mineralien und Vitamine sind wir seitdem Symptomfrei.

Wichtig ist also:

  • schnelles Handeln, lieber schon bei den ersten Symptomen ansetzen,als gegen eine chronische Mauke anzukämpfen!
  • Sauber halten der Wunden /Krusten, damit keine weitere Vermehrung möglich ist
  • Futterumstellung, bzw Futteranpassung! Ursachenforschung - Warum habe ich einen Maukepatienten, was kann ich besser machen?
  • Gezieltes Behandeln der Wunden - nicht mit chemikalischen, oder scharfen Mitteln!!!!
  • nicht aufgeben: Gerade chronische Mauke ist ein langwieriger Prozess, trotzdem sollte eine tägliche Behandlung machbar und wichtig sein!
  • Auch nach dem Erfolg weiterhin gezielt die Haltung beobachten und ggf ändern. Ein geschwächter Organismus benötigt während und auch nach der Erkrankung einen Aufbau. Weitere Rückfälle sollten vermieden werden.

Bei Fragen und Hilfestellungen zum Thema Mauke: Schreibt mir einfach unter "Kontakt".

Quelle: Gisa Bührer-Lucke, Schüßler-Salze für Pferde; http://www.natural-horse-care.com/pferdekrankheiten/mauke-pferde-behandeln/

Ein weiterer übersichtlicher Bericht könnt ihr auf der Seite der Hobbyranch finden, klickt doch mal rein!

Hobbyranch - Mauke bei Pferden

Kultreiter - Mauke behandeln


Impfen - muss das (so oft ) sein?

vom 21.11.2015

Im Moment ist es wieder in aller Munde: Das Thema "Impfen". Noch sehr oft lese ich von Impfreaktionen, von jährlichen "Sinnlos-Impfungen" und die Diskussion, ob Impfen nun sinnvoll ist, oder nicht.

Deshalb möchte ich euch hier in einer Reihe Hund/Katze - Pferd/Großtiere einmal die Möglichkeiten der Immunisierungen durch Impfungen aufzeigen, aber vielleicht auch ein Einblick geben können, in wie weit diese sinnvoll oder irrsinnig sind.

Katzen

Beginnen wir mitunseren lieben Katzen und Katern, viele sind freilaufend, einige auch reine Haustiger. Gerade im Haus gehaltene Tiere sind immunschwächer, aber auch größtenteils geschützer. In manchen Fällen kann jedoch auch der Mensch die Krankheit zur Tür herein bringen....

Hier nun einmal die Liste der impfrelevanten Krankheiten:

Katzenschnupfen

Katzenschnupfen besteht auf verschiedenen Krankheitserregern. Dazu gehören Herpesviren, Caliciviren und Bordetellabakterien, sowie Chlamydien.

Die Krankheit äußert sich durch häufiges Niesen und somit durch Ausfluss aus Augen und den Atemwegen. Bei Andauern der Krankheit wird der Ausfluss oft eitrig und die Atemwege verkrusten. Ebenso können weitere Entzündungen der Atemwege entstehen, sowie Husten und Schluckbeschwerden.
Vor allem Katzenwelpen sind hier besonders gefährdet, da sie noch ein relativ schwaches Immunsystem besitzen.

Caliciviren, welche auch Auslöser von Katzenschnupfen sind, sind jedoch Viren, welche sich ständig verändern. Die Impfung ist deshalb vergleichbar mit unserer menschlichen Grippeimpfung, auch hier ändern sich die Erreger ständig und wir sind trotz Impfung nicht vor einer Erkrankung geschützt.

Hygiene in der Haltung ist hier der beste Schutz. Katzenschnupfen ist ansteckend und ein betroffenes Tier sollte deshalb nicht in Kontakt mit anderen Tieren kommen.

Feline infektiöse Peritontitis

Diese Krankheit äußert sich durch eine Bauchfellentzündung, einem Wasserbauch, Abmagerung und Fieber. Meistens endet diese Krankheit tödlich. Sie entsteht durch die Mutation von Coronaviren.

Der Impfschutz wird aus Vakzinen hergestellt. Das sind Impfstoffe von Krankheitserregern außerhalb des Körpers. Auch hier ist leider kein absoluter Impfschutz gewährleistet. Der Impfstoff steht zudem unter Verdacht das Erkrankheitsrisiko zu fördern.
Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt, aber auch zB durch Kontakt mit dem Kot betroffener Tiere – Die Viren selbst vermehren und mutieren im Darm.

Leukose - das feline Leukosevirus

Leukose ist eine Krebserkrankung des lymphatischen Gewebes, sie äußert sich vor allem durch Anfälligkeit von Infektionen.Übertragen werden die Erreger durch Körperflüssigkeiten, sowie auch Fäkalien betroffener Tiere.

Leider ist auch hier ein Impfschutz nicht nachgewiesen und auch hier ist eine selbsterworbene Immunität wirkungsvoller, als eine zugeimpfte. Freilaufende Kätzchen, welche diesen Virus nicht nachweisen, sollte man jedoch noch im Alter unter einem Jahr impfen. Diese Impfung schützt leider auch nicht vor der Erkrankung, ebensowenig wie jährliche Nachimpfungen. Bei Leukoseimpfungen wird sehr oft von "Impfreaktionen" gesprochen, die ich später weiter erläutere.

Die Katzenseuche

Die Katzenseuche ist eine virale Erkrankung, welche die Verringerung weißer Blutkörperchen hervorruft. Sie äußert sich durch Erbrechen und Durchfall,Fressunlust, Fieber und in schwerstem Falle auch durch eine Kleinhirn-Ataxie.
Katzenwelpen verenden meist tödlich. Auch der Mensch kann den Erreger mit ins Haus tragen. Deshalb ist die Katzenseuchenimpfung zu empfehlen, auch bei Hauskatzen.

Hunde

Weiter geht es mit unseren treuen Gefährten, den Hunden:

Tollwut

Dies ist die wohl bekannteste Krankheit. Sie besteht meist aus drei Phasen. In der ersten Phase verändert sich meist das Verhalten Ihres Tieres, bekannt bei Wildtieren, welche plötzlich Kontakt zu Menschen suchen. Hunde produzieren in dieser Phase meist vermehrt Speichel. In der zweiten Phasen steigt die Aggression der Tiere meist erheblich, sie können beginnen um sich zu schnappen und zu beißen. In der letzten Phase äußert sich die Krankheit meist durch Lähmungen, die anschließend zum Tod des Tieres führen.

Tiere welche mit Auslandsaufenthalten konfrontiert sind, sollten deshalb alle drei Jahre geimpft werden. In Deutschland ist die Infektion dieser Krankheit eher gering. Trotzdem gibt es mittlerweile auch in Deutschland Tollwut gefährdete Orte. Hier sollte einfach grundsätzlich bei Urlauben oder Ausflügen mit dem Hund nachgefragt werden.

Parvovirus

Diese Krankheit äußert sich oft durch blutigen Durchfall und Erbrechen der Hunde. Der Parvovirus ist auch als "Hundeseuche" bekannt und wird vor allem durch Kot infizierter Tiere übertragen. Eine Grundimmunisierung der Welpen ist deshalb zu empfehlen. Jedoch erhöht das Nachimpfen des Impfstoffes den Schutz nicht nachweislich.

Staupe

Diese Krankheit äußert sich oft durch Ausfluss aus Nase und Augen, aber auch durch Lungenentzündung und Durchfall und nervlichen Erkrankungen, wie Epileptische Anfälle. Eine Grundimmunisierung des Welpen im Alter von 12 Wochen ist sehr zu empfehlen. Eine Staupeimpfung hält nach Studien ein Leben lang. Hier kann durch Antikörperkontrolle eines Titertests Abhilfe geleistet werden.

Borelliose

Diese Krankheit wird durch Zecken übertragen. Meist erkranken 5% der Tiere durch Zeckenbisse. Eine Impfung schützt auch hier leider vor einer Erkrankung nicht. Auch mein Schäferhund wurde damals als Welpe gegen diese Erkrankung geimpft. Der Impfstoff ist jedoch nur für eine selten vorkommende Borellienart ausgerichtet. Leider erkrankte auch mein Hund damals an Borelliose durch einen Zeckenbiss. Er überlebte die Krankheit nur knapp und trug den Rest des Lebens die Folgen dieser Krankheit mit sich.

Dem Impfstoff wird nachgesagt, dass er bei genetisch vorbelasteten Hunden auch als Auslöser von Arthritis gilt.

Herpes

Herpes kann zu Fehlgeburten, Totgeburten und Welpensterben führen, bei tragenden Hündinnen. Hier ist also eine zweimalige Impfung empfehlenswert. Eine tragende Hündin die keine Antikörper nachweißt sollte sowohl nach dem Deckzeitpunkt als auch kurz vor der Geburt geimpft werden. Bei älteren Hunden, mit gutem Immunsystem verläuft die Erkrankung eher schwächer und äußert sich durch Nasen-und Augenausfluss und Durchfall, sowie Husten.
Auch Herpes äußert sich mittlerweile durch differente Erreger und leider kann auch eine Impfung kein Schutz gewährleisten.

Zwingerhusten

Hier gibt es sowohl virale, als auch bakterielle Erreger. Am meisten bekannt ist der Zwingerhusten in Tierheimen. Hier werden viele Tiere eng aufeinander gehalten. Artgerechtgehaltene Hunde erkranken sehr selten und meist nicht lebensbedrohlich. Eine Impfung bei artgerecht gehaltenen Hunden ist hier eher unnötig bis schädlich. Zu den Risiken und Nebenwirkungen komme ich aber noch weiter unten.

Hepatitis

Adenoviren sind hier ansteckende Erreger für Leberentzündungen, Fieber, Erbrechen, Durchfall, Blutungen aber auch neurologische Störungen. Eine Grundimmunisierung der Welpen ist deshalb zu empfehlen.

Leptospirose

Diese Krankheit kann zu Bauchschmerzen, Erbrechen, Fieber, Nieren- und Leberschäden führen. Ebenso zu Entzündungen des Magen- und Darmtraktes. Es gibt viele verschiedene Leptospiren, die durch eine Impfung leider nicht abgedeckt werden können.

Die Impfstoffe bestehen aus vollständig abgetöteten Bakterien und sind deshalb sehr nebenwirkungsreich.

Aber der Tierarzt sagt doch immer, ich soll halbjährlich, MINDESTENS jährlich zum Impfen meiner Haustiere antreten?

Nun werden von den meisten Tierärzten nach Grundimmunisierungen auch weitere Nachimpfungen empfohlen, die meisten jährlich, aber auch halbjährlich oder in mehrjährigen Abständen. Ein nachgewiesenen erhöhten oder "aufgefrischten" Impfschutz gibt es jedoch meist leider nicht.

Impftiter- Kontrolle hilft zur Übersicht der vorhandenen Antikörper.
Als Besitzer gibt es die Möglichkeit eine Titerkontrolle durchführen zulassen. Durch Impftiter kann ein Impfschutz nachvollzogen werden. Leider gibt es kein genauen Nachweis, wie hoch ein Impftiter sein muss, damit ein Impfschutz gegeben ist. Viel wichtiger sind die Gedächtniszellen eines Tieres, welche noch nach Jahrzehnten eine Immunität nachweisen können. Diese Gedächtniszellen sind jedoch leider labortechnisch nicht nachweisbar. Einen Impftiter eines Welpens zu prüfen ist sinnvoll um die Antikörper nachzuweisen, welche der Welpe von dem Muttertier übernommen hat. Auch eine spätere Titerprüfung zur Nachweisung von Antikörpern ist sinnvoll. Hier können oft Nachimpfungen und deren eventuelle Nebenwirkungen erspart werden.

Doch welche Nebenwirkungen können Impfungen mit sich bringen?

Die meist bekannteste Nebenwirkung ist unter anderem ein Impfsarkom. Dies entsteht meist aus einer chronischen Entzündung der Impfung. Bei sogenannten "Totimpfstoffen" ist diese Entzündung sogar erwünscht und wird durch sogenannte "Adjuvanten" hervorgerufen. Es soll die Immunantwort auf die Impfung erhöhen. In den meisten Fällen bilden sich diese Sarkome zurück. Jedoch kann sich durch Entartung der Zellen auch ein solches Krebsgeschwulst bilden. Dadurch entstehen statt Rückbildung der Bindegewebszellen entartete Krebszellen. Dieses Krebsgeschwür ist zwar meist operativ entfernbar, bildet sich aber in den häufigsten Fällen immer wieder neu. Oftmals kann so ein Impfsarkom zum Tode führen, da Impfungen in der Hals/Rückengegend gesetzt werden. Oft raten deshalb Tierärzte zum Impfen in den Beinbereichen, da diese notfalls amputiert werden können. (Diesen Rat kann sich nun jeder selbst auf sich wirken lassen).

Kurz noch zur Erläuterung der "Adjuvanshaltigen Impfstoffen". Dies sind Impfstoffe, welche durch diese Adjuvans vermischt werden. Dies sind chemisch-physikalische Emulsionen, Lösungen oder Mischungen zur Verstärkung des Impfstoffes. Thiomersal sollte hier besonders beachtet werden, dies ist ein Zusatz aus einer hochgiftigen Quecksilberverbindung.

Eine weitere lebensgefährliche Impfreaktion ist der anaphylaktische Schock. Er betrifft lebensnotwendige Organe und kann zu Kreislaufversagen und somit zum Tod führen.

Weiter kann eine Impfung Ödeme,Hauterkrankungen,Juckreiz,Autoimmunerkrankungen,Durchfall,Erbrechen,Fieber und Lähmungen herbeiführen.

Und was soll ich jetzt tun?

Deshalb rate ich jedem Haustierhalter, erkundigt euch über die Notwendigkeit der einzelnen Impfungen und vor allem über die Notwendigkeit, oder besser gesagt Sinnlosigkeit vieler regelmäßiger Nachimpfungen.

Eine Grundimmunisierung ist bei den allermeisten Fällen völlig ausreichend und die beste Vorbeugung besteht immernoch in einer artgerechten Haltung, sowie Fütterung.
Die Tiere sollen, vor allem auch in der Zucht, mit den Muttertieren beisammen gelassen werden, somit bekommen sie auch hier schon die wichtigsten Grundlagen durch die Muttermilch.

Ein gesundes Immunsystem kann durch die Optimierung dieser Punkte erschaffen und aufrecht gehalten werden. Haustiere deshalb in "Watte zu packen" ist absolut abzuraten. Gerne helfe ich Euch mit Tipps und Tricks zu einem stabilem Immunsystem und auch zur Minderung der Impfreaktionen, nach Notwendigen Impfungen.

Dies hier ist nur eine kleine Zusammenfassung mit den wichtigsten Aspekten der Krankheiten, ihren Verläufen etc. im Einzelnen sollte sich jedoch jeder Tierhalter natürlich genauer damit beschäftigen und sich erkundigen. Gerne helfe ich Euch auch dabei.

Quellen: Dr. med.vet. Jutta Ziegler :"Mein Hund würde länger leben, wenn...", sowie zur Erläuterung der Krankheiten: http://www.wikipedia.de


Ingwer - Hilfreich oder Risiko?

vom 21.11.2015

Eine feurig aromatisch-würzige Wurzel aus dem Garten, mit leicht zitroniger Note. Immer mehr wird über die heilende Wurzel bekannt und immer mehr wird sie eingesetzt. Doch bietet die Fütterung auch immernoch ein Restrisiko...

Bei uns Menschen wird die Pflanze schon seit Langem nicht nur in der traditionellen indischen Medizin, gegen viele Leiden, sondern vor allem auch in unserer Küche als Geschmacksbringer verwendet. Weitere Ingwergewächse sind der Galant und der Javanische Gelbwurz.

Die Wirkung der Wurzel ist vielseitig:

Die moderne Forschung bestätigt, was schon längst in alten Heilkunden angewandt wurde: Der Ingwerwurzelstock besteht aus einem zähflüssigen Balsam, welcher viele ätherische Öle und Scharfstoffe enthält. Das ätherische Öl "Gingerol", enthält Sesquiterpene und hat folgende Wirkungen: Blutdrucksenkend, antibakteriell, antirheumatisch, harntreibend,schleimlösend,wurmtreibend, entzündungshemmend,krampflösend und regenerierend.

Das klingt nach einer vielseitig nutzbaren Pflanze mit hervoragender Wirkung.

Doch auch die Nebenwirkungen können vielseitigem Ursprungs sein:

Doch Vorsicht ist geboten. Die Wirkung des Ingwers ist gleichzusetzen wie humanmedizinische Schmerzmittel, wie zb. Aspirin.

Ein neuer "Trend" scheint es zu sein, Ingwer bei Arthrose und Lahmheiten einzusetzen. Sicherlich wird der Schmerz für die Dauer der Gabe gelindert, doch leider bewirkt man dadurch nur eine weitere Symptomunterdrückung und muss danach mit schweren Rückfällen rechnen.

Altersbedingte Probleme in den Gelenken sollten deshalb nicht mit Ingwer behandelt werden. Meistens wird diese Behandlung nämlich auf eine dauerhafte Gabe hinauslaufen, da nach Beenden immer wieder die alten Symptome zurück kehren.

Zudem bestätigen auch einige Heilpflanzenbücher, dass Ingwer zu Sodbrennen beim Menschen führte, sowie sogar zu Magenschleimhautentzündungen. Gleiches gilt in dem Fall natürlich auch für unser Pferd. Ingwer kann dabei zu einer massiven Speiseröhrenreizung führen, sowie ebenfalls zu einem Magengeschwür, oder sogar im schlimmsten Falle zu Koliken.

Durch die blutdrucksenkende Wirkung von Ingwer, wird im gleichen Zuge auch die Blutgerinnung verändert. Durch die Fütterung von Ingwer wird das Blut verdünnt, was im Bezug auf Verletzungen oder OPs eine negative Auswirkung haben kann.

In Heilkundebüchern wird davon abgeraten, Ingwer bei Gallenleiden anzuwenden. Nun ist sicherlich bekannt, dass Pferde keine Gallenblase besitzen. Die Nebenwirkungen in diesen Zusammenhang bleibt dabei unbedacht.

Die Fütterung von Ingwer sollte deshalb immer gleich zu werten sein, wie die Einnahme von Schmerztabletten.

Bitte füttert Ingwer also nicht auf "Gut Glück", sondern lasst euch ausführlich von einer Tierheilpraktikerin oder einem Tierarzt beraten.
Mit einem gezielten Einsatz, kann diese Heilpflanze sicherlich auch ihre positiven Eigenschaften mit einbringen.

Die Gabe von Ingwer sollte in die Schublade der "Notfall-apotheke" wandern. Da sicherlich eine enorme Wirkung erzielt werden kann, leider lediglich im Bereich der Unterdrückung von Symptomen, nicht in der Ursachenbehebung.

Solltet Ihr weitere Fragen zum Thema Fütterung von Ingwer haben, dürft Ihr mir diese gerne unter "Kontakt" zusenden.


Kriebelmücken - was kann man tun?

vom 21.11.2015

Kaum sind die nass-kalten Wintertage vorbei. Kaum blühen die ersten Gräser und Blumen auf der Weide, schon haben wir Pferdebesitzer wieder neue Sorgen:
Kriebelmücken.

Diese kleinen Biester, welche scheinbar Jahr für Jahr aggressiver aufzufinden sind.
So war vor Jahren noch der typische "Ekzemer" befallen von diesen Plagegeistern, nun ist es beinahe jedes 7te Pferd.

"Ausschließlich die Weibchen sind bei vielen Arten zusätzlich Blutsauger an Vögeln und Säugetieren. Bei vielen Arten ist eine solche Blutmahlzeit notwendig zur Ei-Entwicklung. Die Wirtsfindung geschieht sowohl durch eine Kohlendioxidspur (olfaktorisch) als auch optisch. Ist ein potentieller Wirt gefunden, wird zunächst ein Probestich angesetzt; enthält die gefundene Flüssigkeit Adenosindiphosphat (ADP) oder Adenosintriphosphat (ATP), so setzt der Vollsaugvorgang ein. Dabei sind sowohl die Wirte als auch die Positionen des Saugvorgangs artspezifisch. So saugt Simulium equinum bevorzugt an den Ohrmuscheln von Pferden und anderen Großsäugern,Simulium erythrocephalum demgegenüber an der Bauchhaut der Tiere." [Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kriebelm%C3%BCcken]

Auch Artax hat es dieses Jahr zum ersten Mal erwischt:

Aufgefallen ist mir dieses Unglück wirklich erst, als es in diesem Stadium war. Leider machte er zuvor keine Anzeichen auf Juckreiz etc. (Bauchkraulen fand er schon immer toll und mal ehrlich, wer schaut sich täglich den Unterboden seines Pferdes an? – Ich jetzt, auf jeden Fall!)

Nun, was macht man in diesem Fall?

Beginnen wir mit der Vorsorge:
Hier gibt es bereits tolle, pflanzliche Helfer:
Zum eines das Kokosöl – welches ich sehr gerne auch zur Zeckenabwehr benutze. Dieses gibt es in jedem Drogeriemarkt, der Apotheke, oder natürlich online.
Dabei ist Kokosöl nicht gleich Kokosöl. Ein qualitativ hochwertiges Öl sollte einen Laurinsäuregehalt >60% enthalten. Denn diese Laurinsäure ist genau der Wirkstoff, der für Zecken, Mücken und Co ungenießbar ist.

Es gibt natürlich auch noch weitere Möglichkeiten zum Fernhalten dieser Biestlinge…
Neembaumöl, aber selbst Pfefferminz-duft, oder gar Düfte in "Patchouliform" können helfen. Hier ist es wichtig, die Produkte immer erst auf Verträglichkeit an einer kleinen Stelle zu testen. Hautirritationen oder gar Nesselsucht könnten hier auch mäßg, bis schlimmere Nebenwirkungen sein!

Das Wichtigste jedoch ist, auch hier nicht nur die Symptome zu bekämpfen, sondern unsere Schützlinge- diesen Biester, so wenig wie möglich schmackhaft zu machen!
Kriebelmücken, Zecken und Co, mögen schön saures "Milieu".
Also gerade Tiere, welche mit Übersäuerungen des Magens und oder Durchfall zu kämpfen haben, sind ein perfekter Herd.
In diesen Fällen haben die Ausscheidungs- und Entgiftungsorgane jede Menge zu arbeiten. So auch das größte Entgiftungsorgan: Die Haut. Durch die Ausdünstungen werden diese Lästlinge geradezu angezogen.
Es ist also wichtig, in diesem Falle abzuklären, ob das Tier diesbezüglich Probleme aufweist.

Sichtbar ist bei Pferden oft auch Kotwasser, bei den anderen Vierbeinern Durchfall oder häufiges Erbrechen beim Hund. Hier ist es wichtig abzuklären, WARUM diese Symptome auftreten. Ist es die Fütterung, oder gar Stress..etc.? Eine gründliche Anamnese von einem Tierheilpraktiker kann hier durchaus Aufschluss bieten.
Wichtig ist es jedoch im ersten Schritt, den Organismus von den Schadstoffen zu reinigen und ihn zur Selbstregeneration anzuregen.
Und auch hier hat uns die Natur tolle Helfer geschickt um eine milde Entgiftung anzubieten.
Wichtig ist sowohl die Leber, als auch die Niere zur Reinigung anzuregen.

Mittlerweile gibt es sowohl für Pferd, als auch für den Hund, die Katze, tolle Produkte – die auch einfach anzuwenden sind. Auch hier könnt ihr Euch bei weiteren Fragen gerne an mich richten!

Passiert es Euch allerdings einmal, wie dieses Mal mir – ist schnelle Abhilfe gefragt.

Im Vorraus: Sollten starke Schwellungen auftreten, die Wunde eitern oder eine andere Entzündung vorherrschen – ist die Absicherung durch einen Tierarzt /THP unbedingt notwendig! Im schlimmsten Falle kann es hier bis zu Blutvergiftungen kommen – da sollte nicht lang "gebastelt" werden!

Wichtig ist, den Juckreiz zu stillen. Tier sind in diesem Fall, wie kleine Kinder : "Wenn’s juckt – muss man kratzen".

Artax hat sich dabei auf den Boden geschmissen und ist mit dem Bauch am Boden entlang geschrabbt. Kein schöner Anblick und noch dazu fördert es die Infizierung durch Dreck und andere Verunreinigungen.

Es hilft dabei die "Wunde" zu kühlen. Ich habe Artax einige Zeit mit kaltem Wasser abgespritzt. Dabei konnte ich die Wunde reinigen und er genoss die Abkühlung. Auch Eisbeutel/ Eiswürfel sind durchaus eine Hilfe.

Zur Desinfektion und Säuberung habe ich, da sich bereits Wundwasser gebildet hat – zur guten, alten Betaisodona - Lösung (noch bekannt aus meinen Kindheitstagen) gegriffen. Auch anschließend aufgetragen als Salbe, hat sie mir tolle Hilfe geleistet!
Mittlerweile auch sehr gut bekannt ist "ionisiertes Silber-wasser" auch ein sehr tolles Desinfektionsmittel!

In wieweit die Desinfektion nun aber stattfindet, würde ich durch den Schwerheitsgrad der Wunde entscheiden – denn auch hier gibt es viele Möglichkeiten. WICHTIG IST: Desinfiziert muss sie sein!!

Kühlend, desinfizierend und gleichzeitig ein toller "Verband" ist HEILERDE- Mittlerweile auch in jeder Drogerie zu erhalten. Die gängigste Marke ist dabei "LUVOS".

Diese sollte richtig dick und großflächig aufgetragen werden. Sie kühlt, lindert den Juckreiz und hat dabei noch den tollen Nebeneffekt, das die Biester nicht mehr an die Haut gelangen.

Zur Regeneration der Haut und auch hilfreich bei Wunden ist die gängige "Zink-Salbe". Sehr gut ist auch, dass sie ebenfalls eine sehr dickflüssige Konsistenz nachweist. Dick aufgetragen fällt es den Biestlingen auch wieder schwer, weiter an der Wunde zu saugen.

Sollten die Wunden geschlossen sein und die Haut noch etwas trocken zurück bleiben. Habe ich eine tolle Body- Lotion entdeckt – Sie ist sowohl bei "Aldi" als auch in anderen Supermärkten, wie zB "Kaufland" erhältlich. Sie sind zwar von verschiedenen Herstellern, bislang war es jedoch immer eine Weiße Tube, mit dunkelblauem Deckel.
Beinhaltet: Mandelöl und Vitamin E.
Sie ist auch bereits in vielen "Isländer" oder "Ekzemer-Foren" erwähnt.Und hält, was sie verspricht!

Auch innerlich habe ich zur Regeneration, sowie vor allem zum Verarbeiten der Entzündung zu Schüsslersalzen /Globulis gegriffen. Genau Medikamentionen werde ich hier jedoch nicht veröffentlichen - denn diese sollten stets abgestimmt zum Tier und der Situation verabreicht werden.

Das letzte Bild zeigt der Fortschritt nach 4 Tagen Behandlung 2x täglich.
Mittlerweile sind die Wunden geschlossen, das Fell beginnt nachzuwachsen - eine Entgiftungskur habe ich eingeleitet und hoffe nun, diese Plage bald hinter mir zu haben.
Sehr gerne halte ich euch weiter auf dem Laufenden , in wie weit wir mit der Sache voran kommen.

Natürlich freue ich mich aber auch über Tipps und Tricks - wie ihr schon gegen diese Plagegeister angekommen seit.
Für Fragen stehe ich euch wie immer - unter unserem Kontaktformular - zur Verfügung ;-)

Nachtrag: Nach 2 Wochen täglicher Behandlung waren die Wunden vollständig geschlossen. Es begannen bereits Haare nach zu wachsen. Nachdem die Wunden komplett geschlossen waren, behandelte ich Artax vorsorglich mit Kokosöl / Heilerde um weiteres Ansetzen der Biester zu vermeiden. Nach der Entgiftungskur wollten die Mücken scheinbar nichts mehr von Artax wissen und wir hatten endlich Ruhe!

Lesenswertes:

*http://herzenspferd.de/natuerliche-fliegensprays/ *

*Christina von Herzenspferd schreibt über natürliche Alternativen zu den leider noch viel zu viel angebotenen Chemischen Fliegensprays. *