Natürlich - Tiergerecht

Tierheilpraxis für Pferde und Kleintiere & Huforthopädie

Struvitsteine - Katze

Leider immernoch eine sehr häufige Erkrankung von Katzen, sind "Struvitsteine".
Was ist das? Wo kommen Sie her und wie kann man vorsorglich dagegen etwas tun?
Diese Fragen möchte ich Ihnen im Folgenden Beitrag gerne beantworten...

Struvitsteine erkennen

Auch "Harnsteine oder Blasensteine" genannt, haben Struvitsteine tatsächlich auch eine Form und Konsistenz von "Steinen". Sie bestehen aus Magnesium-Ammonium-Phosphat.

Typische Symptome bei einer Erkrankung sind:
Da die Steine oftmals die Blasenwände reizen, geht die Erkrankung der Struvitsteine auch oft mit einer Blasenentzündung einher.
Die Katzen werden unsauber, setzen kleine Mengen und oft Urin ab. Zeigen Schmerzen beim Absetzen und haben teilweise auch einen blutigen Urinabsatz. Im schlimmsten Falle kann die Katze gar kein Urin mehr absetzen, hier ist natürlich sofortiges Handeln durch den Tierarzt notwendig.

Neben den Struvitsteinen können Katzen auch an Calcium-Oxalatsteinen erkranken. Einher geht die Erkrankung jedoch mit den gleichen oben genannten Symptomen. (Sie entstehen meist als Folge der falsch oder nicht behandelten Struvitsteinen, wenn ein zu saures Milieu im Urin herrscht)

Schulmedizinische Lösung

Die Schulmedizin setzt auf den Einsatz von Antibiotika und Schmerzmittel, sowie auf die Umstellung auf spezielles Diätfutter für Harnwegserkrankte Katzen und das Ansäuern des Harns durch Pasten.

Alternative Lösung und Hinweise zur Vorbeugung

Leider habe ich nun schon oft den Fall erleben dürfen, dass Katzen dieses spezielle "Diätfutter" nicht angenommen haben. Hierbei waren die Tiere gar nicht so dumm und widerspenstig, wie man zu Beginn vielleicht dachte. Natürlich, meistens ist dieses Diätfutter mit einem hohen Kostenaufwand verbunden, jedoch auch meistens sein Geld nicht wert und dazu sogar noch schädlich für das Tier.

"Alles drin, was Ihre Katze braucht" - die gängigen Werbeslogans für Katzenfutter die vor allem im Handel angeboten werden. Auch Tierärzte raten oft zu Whiskas, Felix und Co. Vor allem Trockenfutter ist dabei der absolute Renner - es stinkt nicht so, kann den ganzen Tag im Napf angeboten werden und die Katze kann nicht ständig jammern, dass sie hungrig ist. (Das können sie aus meiner Erfahrung her sehr gut ;-) )

Doch wieso kommt es dann zu solchen Erkrankungen? Wenn man sich doch an die Empfehlungen des Tierarztes hält und den Katzen ihr tägliches "Gourmet-menue" serviert?

Katzentrockenfutter besteht zu einem großen Teil aus Getreide (bis zu 80% und mehr!) , der Rest wird unterteilt in minderwertige Eiweiße und chemischen Zusatzstoffen, die die Ration aufwerten sollen.

** Katzen sind jedoch nunmal reine FLEISCHFRESSER**

Ihre Nahrung sollte damit optimalerweise aus mindestens 93% hochwertigen Eiweißen, tierischen Ursprungs bestehen. Getreide hat jedoch in einer Katze absolut nichts!!! zu suchen. Katzen kommen allerhöchsten mit Getreide in Verbindung, wenn sie ein Mäusschen in freier Natur fangen, die vielleicht noch 1-2 Körnchen unverdaut in ihrem Magen haben.

** Der Katzendarm ist nicht für eine Getreidefütterung ausgelegt!!**
Der Katzendarm ist sehr kurz - damit auch nicht in der Lage Kohlenhydrate, also Getreide aufzuspalten und zu verwerten.
Hochwertige Eiweiße kann uns also ein Trockenfutter, welches hauptsächlich aus Getreide besteht, nicht liefern!
Der zu hohe Getreideanteil wirkt auf den PH-Wert des Urins und es kommt zu einer Verschiebung, welches die Bildung von Steinen fördert.

Ein weiterer Grund: Katzen sind "Wüstentiere", sie trinken kaum. Jedoch holen sie sich ihre notwendige Flüssigkeit aus dem Fleisch der Beutetiere. Auch hier kann unser Trockenfutter nicht dienen. Deshalb wird auch ausdrücklich empfohlen neben dem Trockenfutter IMMER ein Wassernapf zur Verfügung zu stellen. Die wenigsten Katzen trinken jedoch die notwendige Flüssigkeit, die für die Trockenfutteraufnahme notwendig ist - es liegt einfach nicht in deren Natur!

Wir haben nun also eine Verschiebung des PH-Werts im Urin in einen stark alkalischen Bereich und zusätzlich noch eine Verdickung des Harns, durch zu wenig Flüssigkeit - wir züchten damit Struvitsteine!

** Der Teufelskreis beginnt**

Füttern wir unserer Katze nun auch so ein angeblich spezielles Diätfutter, welches weiter aus diesem hohen Anteil an Getreiden besteht und behandeln wir es nun auch mit Pasten zum Ansäuern des Harns, so züchten wir uns als Folgeerkrankung noch Oxalat-Steine heran. Diese entstehen, wenn der PH-Wert des Urins letztendlich zu sauer wurde. Hier gibt es natürlich auch passende Diätfuttermittel, die den Teufelskreis jedoch weiter spinnen, bis das Tier letztendlich nierenkrank wird. Hier wird immernoch darauf gesetzt, dass eine Nierenkranke Katze Eiweißarm gefüttert werden muss. Bewiesen hat sich jedoch die Fütterung von guten und hochwertigen Eiweißquellen!

** Wie kann ich die Erkrankung vorbeugen ? **

Katzen, welche Ihrer Natur gerecht gefüttert werden. D.h. Futter mit einem hohen Fleischanteil von mindestens 93% (das Optimum, aber selbst 75% wäre bereits ein Fortschritt). Sowie die absolut Getreidefreie Fütterung, setzt Vorraus, eine gesunde Katze zu halten.

Genaue Fragen zur Fütterung, sowie die gemeinsame Erstellung eines Futterplanes auch bei der bereits erkrankten Katze, beantworte ich Ihnen gerne!