Natürlich - Tiergerecht

Denn die Natur kennt immer einen Weg

Das Pferd als Medium des Menschen - Step 1 zur Kommunikation mit Pferden

 22.11.2015

Ich bin nun schon mit einigen Menschen den Weg zu ihrem Pferd gemeinsam gegangen. Viele haben mich um Rat gefragt und ich habe gerne "geholfen".

Auffällig war dabei immer, dass Sie mich die ersten Male immer ganz erwartungsvoll ansahen. Sie montierten mit ihren Pferden auf dem Platz umher und ich – wo doch helfen sollte – sagte nichts.

! [undefined](2e1axbowthemesentryryn6974_0_o.jpg) **Was sollte das? Mich um Hilfe zu beten - und ich sagte "nichts"?** Später wurde es dann einigen klar:
Nach der Einheit sprachen wir gemeinsam über den Verlauf.
Viele waren natürlich relativ enttäuscht – die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Pferd lief nicht nach Wunsch.
Und viele sagten ganz bewusst Dinge wie: "Ich hab echt keine Lust – das Pferd läuft einfach nicht vorwärts" oder: "Jetzt hatte ich den ganzen Tag schon Stress und der muss jetzt auch noch meinen mich ärgern zu müssen" - "Er ist immer so, er schaltet auf Stur und dann werde ich auch dickköpfig!" ![undefined](b2ap3thumbnail2011-juni-9_0_o.jpg) *tzz nöö da mach ich nicht mit!* **Als Außenstehender weiß man hier gleich Bescheid** 
Meist standen die Besitzer mit einer enttäuschten Haltung vor mir – die Schultern nach vorne, der Kopf gesenkt oder kleine Krübelfältchen über den Augen.
Die Pferde standen 1:1 neben ihnen, den Kopf gesenkt, die Augenlider angespannt, oftmals eine gekräuselte Nase.
**In diesen Momenten hätte ich gerne einen Fotoapparat – nur um den Besitzern zu zeigen, wie zwei Ebenbilder vor mir stehen :-)** Nun – wo kann ich den beiden denn nun helfen?
Offensichtlich erst einmal an dem GRUND: Viele Menschen sind unzufrieden mit der Arbeit, mit der Situation zu Hause, Streit bei Freunden etc. Im Stall, wo Sie eigentlich "abschalten" wollen – werden diese Gefühle auf Ihre Partner übertragen. **Das Pferd ist ihr Spiegel.** ![undefined](b2ap3thumbnailimg25761_0_o.jpg) **Es würde hier niemals nutzen, würde ich nun bei einer Trainingseinheit daneben stehen und mit Kommandos um mich werfen** – natürlich, die Pferde würden funktionieren. Ich denke auch, wir würden gewisse Ziele so erreichen, doch ich bin mir sicher: **Früher oder später, spätestens wenn keiner mehr aussen steht – würden die beiden wieder in die gleiche Situation fallen.**

**Das Pferd gilt als Medium.** Die Arbeit mit den Pferden ist in erster Linie immer eine Arbeit an sich selbst.

So verlaufen die ersten Einheiten mit Gesprächen – ich spreche die Menschen auf ihre Defizite an. Meist merkt man einen regelrecht "energetischen Knoten" in der Magengegend. Und viele (eigentlich alle) – beginnen früher oder später loszulassen.
**Sie erzählen und dabei beginnt sich schon ein kleiner Teil zu lösen.**
**Pferde helfen uns, an uns selbst zu arbeiten - sie setzen uns so lange einen Spiegel vors Gesicht, bis wir lernen damit umzugehen oder das Bild zu ändern.**
**Deswegen sind sie mit die besten Therapeuten!**
*[und steckt nicht in jedem von uns ein klein bisschen Verrücktheit? :-) ]* ![undefined](b2ap3thumbnailimg20141219133941_0_o.jpg) ### Wie sieht das weitere Training aus? Man beginnt mit gemeinsamen Lösungswegen und beginnt an diesen Problemen auch das Training mit den Pferden anzusetzen. Jeder Pferd/Mensch Beziehung gebührt eine individuelle Trainingseinheit. Der Mensch soll erkennen "WARUM" Das Pferd so handelt . Er soll lernen auf eine "Neutrale Basis" mit seinen Gefühlen zu kommen. Die Arbeit mit den Pferden fordert eine neutrale Energie - so und nur so, kann man offen für ihre Signale sein.

**Ein Beispiel:**

Oftmals herrscht eine innere Unruhe in beiden Parteien – hier gilt es dann zB. Durch "freies Spiel" diese Unruhe zu beseitigen. Der Mensch soll lernen, seine Gefühle zu erkennen und – sich nicht von Ihnen "beherrschen" zu lassen.
**Denn JEDER Mensch ist für seine Gefühle SELBST verantwortlich.**
Freies Spiel finde ich hier am Wichtigsten: Auch das Pferd soll die Möglichkeit haben, sollten die Gefühle zu drückend werden – der Situation kurz zu entweichen. Man entgeht so vielen Reaktionen des Pferdes und auch Ihnen muss man fair gegenüber bleiben. ![undefined](b2ap3thumbnailryn6990_0_o.jpg) Im Prinzip habe ich nun das Geheimnis verraten – und vielleicht werden sich von nun an weniger Fragen, warum die Olle da erst mal nur "außen rumsteht" und glotzt :D

**Die Arbeit mit den Pferden ist in erster Linie immer eine Arbeit an sich selbst!!!**
Kommunikation ohne Zwang kann nur statt finden – wenn auch der Innere Zwang eines Jeden beseitigt ist. ![undefined](b2ap3thumbnailryn6953_0_o.jpg)