Natürlich - Tiergerecht

Denn die Natur kennt immer einen Weg

Artax wird ein Freizeitpferd - die Sattelodyssee

 04.12.2015

Nachdem ich das erste Mal auf Artax sahs, folgte ein waghalsiger Ausritt einige Tage später. Ich schloss mich der "Gruppe" an und ritt am Anfang noch als Handpferd mit. Schon bald merkten wir aber, dass Artax wusste, um was es ging und wir waren auf uns allein gestellt.

Der erste Ausritt erfolgte in allen drei Gangarten. Ich hatte die Hosen voll - Artax ein riesen Spaß :-)

Zu Beginn bekam ich noch den Sattel einer guten Freundin geliehen. Er passte sehr gut auf Artax und mein 1. Sattel ein Torsion - Baumlos war bereits auf dem Weg zu mir:

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Das war der zweite, Ausritt - englisch Reiten lag mir übrigens gar nicht mehr - man siehts ;-)

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Zu Beginn lief das alles noch Vorschriftsmäßig nach der Ausbildungsweise von Pat Parelli. Wir kamen damit super voran. Artax zeigte noch sehr viele erschreckende Verhaltensweisen - jetzt auch beim Reiten:

Im Galopp rollte er sich komplett ein, biss sich in die Brust und galoppierte an der Stelle. Diese Haltung erlebte ich oft bei zu eng gerittenen Pferden - Pferden die hart an der Kandare geritten wurden.

Artax wurde zu diesem Zeitpunkt mit Natural Hackamore, bzw. einem gewöhnlichem Side-Pull geritten.

Er wurde zu diesem Zeitpunkt noch von einem Hufpfleger nach Strasser bearbeitet - doch damit bekamen wir bald Probleme. Eine Huffehlstellung führte zu Blockaden in der Schulter und Artax konnte nur noch mit Hufschuhen laufen.
Ich wechselte damals zu einem Huforthopäden nach Biernat und bin heute noch grenzenlos glücklich darüber :-)

Durch das Reiten, die veränderte Hufstellung und auch anderweitigen Muskelaufbau, begann sich Artax (und mein Körper) zu verändern. Ich fühlte mich unwohl in dem momentanen Sattel - ich rutschte. Und auch Artax gab mir zu verstehen, dass ihm dieser Sattel nicht mehr genehm war. Es standen mittlerweile auch längere Ausritte auf dem Programm - ich wollte einen etwas gefestigteren Sattel und entschied mich deshalb zu einem Barefoot mit VPS System.

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Zu Beginn war ich absolut zufrieden mit diesem Sattel. Jedoch begann er bald schon ungleichmäßig aufzuliegen - er wurde mehrmals umgepolstert, mehrere Forks gekauft und versucht. Er rutschte, oder bildete Brücken und war somit, nach nicht mal einem Jahr nicht mehr brauchbar für uns.

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Nun ging die Sucherei los. Ich testete Ludomar - Sättel, Camargue - Sättel , Englisch - Sättel und blieb an einem weiteren Westernsattel kleben. Auch hier erfolgte eine Anpassung durch Messgitter auf Artax's Rücken - ich hatte Hoffnung!

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Optisch genau mein Fall und auch noch baumlos. Doch während dem Reiten verabschiedete sich der Sattel immer weiter nach hinten. Da konnte doch etwas nicht stimmen! Selbst mit angebrachtem Vorderzeug, lies sich das Eigenleben des Sattels nicht ändern. Zumal er vom Gesamteindruck, mir persönlich immer zu lang war. 

Ich war so langsam verzweifelt. Die Gesundheit meines Pferdes stand natürlich an erster Stelle. Der Geldbeutel hatte nun natürlich ein großes Loch...

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Frustriert begann ich Artax nur noch mit Pad zu reiten. Egal ob auf dem Platz oder im Gelände. Durch die Rutschfesten Oberflächen hatte ich einen tollen Halt. Artax lief super , frei, es klemmte nichts es zwickte nichts, es rutschte nichts.

Und nach so einer Lösung begann ich zu suchen...und kam auf den Fellsattel - Damals von der Fa. Christ:

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Viele Stimmen kamen hier natürlich auf: "Du kannst dein Pferd doch nicht mit einem Pad plus Steigbügeln reiten". 

"Das ist schädlich für dein Pferd".....doch ich hörte auf Artax.

Unter den Sattel bekam Artax ein anatomisches Pad, ausgestattet mit Heavy Duty Einlagen: Einlagen mit festem Kern. Und wir waren rundum zufrieden.

Selbst bei längeren Ritten hatten wir ein schönes, gleichmäßiges Schweißbild mit Wirbelsäulenfreiheit. Die Steigbügel lies ich dabei sehr lang. Sie waren für mich eigentlich nur zur Sicherheit gedacht.

Auch in der Zäumung stiegen wir auf Baumwoll-Plüsch um. (Bist du wahnsinnig dieses Araber mit einem Wattebausch zu reiten? Ja - war ich :-) )

Wäre da mein Mann nicht gewesen und hätte meine Wünsche, nach einem optisch schickeren und auch anatomisch durch dachtereren Fellsattel erfüllt - wäre ich noch heute bei dem Christ Premium.

Jedoch kam der Grandeur Barock auf den Markt und ich hatte mich absolut verliebt in diesen Sattel!. 

Zum Geburtstag bekam ich ihn dann von meinem Mann, meiner Familie und Freunden geschenkt.

Dieser Fellsattel hatte nun ein optimiertes Kammersystem und kam Wirbelsäulenfreiheit (laut Werbung bereits mit normaler Schabracke). 

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Ich kaufte mir jedoch bald auch hier eine Schabracke mit Einlagen hinzu. Sie optimierte einfach das Ergebnis.

Seit nun mehr als 1nem Jahr bin ich glücklich mit dem Grandeur - davor 3 Jahre mit dem Premium Plus. Und ich muss sagen: Alle Vorurteile gegenüber diesem Sattels haben sich, mit angemessener Nutzung, nicht bestätigt.

Seitherige Muskelverspannungen waren passé, meine Physiotherapeutin begeistert von Artax's Rücken.

Wir bleiben unserem Fellsattel auch weiterhin treu - oder entscheiden wir uns doch für neue Wege? Bleibt dabei und ihr werdet es erfahren :-)

Für genauere Fragen und Tipps und Tricks zu den jeweiligen Sätteln, stehe ich Euch gerne zur Verfügung.
Durch diese vielen Lernmomente, konnte ich in Sachen Sattelanpassung viel Erfahrung sammeln!

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