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Akanthose - Acanthosis nigricans beim Hund

 16.07.2016

Was ist Akanthose?

Akanthose ist die Vebreiterung der sogenannten "Stachelzellschicht" (stratum spinosum) mit vermehrter Teilung der Zellen im Stratum germinativum (der Keimschicht) Haut.

In der Stachelzellschicht beginnt die erste "Verhornung" unserer Haut - hier befinden sich Abwehrzellen des lymphatischen Systems, die sogenannten "Langerhans-Zellen".

Die Keimschicht unserer Haut - ist die untere, aus lebenden Zellen gebildete Oberhaut.

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 Was passiert?

Wie schon beschrieben, kommt es zu einer vermehrten Teilung der Zellen in der Keimschicht, wodurch sich letztendlich die Stachelzellschicht vebreitert.Es kommt zu einer Hyperpigmenation der Haut. Die Haut verfärbt sich.

 Eine genaue Ursache ist bislang unbekannt - man geht von vererbaren Dispositionen aus. 

Hier schön zu sehen beim Menschen, der von der sogenannten Acanthosis nigricans betroffen ist:

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Oftmals verfärben sich die Hautstellen nicht nur, sie lichenifizieren (also verdicken, verhornen). Dadurch kommt es oft zu Haarausfall an diesen Stellen.

Wie äußert sich das beim Hund?

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Diese oben abgebildete Erscheinung findet man beim Hund meist am Bauch, den Innenseiten der Oberschenkel, sowie auch an den Ohrmuscheln.

Gerade Dackel sollen dafür eine vererbare Disposition für die Acanthosis nigricans entwickeln können. 

Eine Diagnosensicherung erfolgt durch eine Hautbiopsie, sowie durch Differentialdiagnose.

Und nun?

Im Prinzip ist diese Erkrankung nicht weiter dramatisch und gilt ebenso bislang noch als "unheilbar". Die Hautstellen neigen durch Ihre Verhornung jedoch gerne zu Juckreiz, wodurch es zu Infektionen kommen kann - deshalb ist die richtige Pflege dieser Stellen von Wichtigkeit.

In der Schulmedizin werden die Tiere gerne mit Cortison, bzw. Glukokortikoiden (also Hormonen) behandelt. Diese Therapie ist jedoch nicht Nebenwirkungsfrei und für mich deshalb fraglich. Auch naturheilkundlich lässt sich diese Krankheit, vor allem Homöopathisch behandeln (unterstützen).

Wichtig ist - auch auf die Ernährung und Haltung des Hundes zu achten, denn auch durch Futterallergien, Kontaktdermatiden, oder Hyperöstrogenismus, kann es zu Akanthose und Hyperpigmentation kommen.

 Die ganzheitliche Betrachtung und Therapie des Tieres ist deshalb bei dieser Erkrankung von absoluter Wichtigkeit - eine Symptomunterdrückung müsste sonst in diesem Falle wohl beinahe lebenslänglich erfolgen.

Quellenangaben:

Bild1: Quelle

Bild2: Quelle

Bild3: Quelle

Praktikum der Hundeklinik - Peter F. Suter & Barbara Kohn 

https://de.wikipedia.org/wiki/Akanthose