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Tierheilpraxis für Pferde und Kleintiere & Huforthopädie

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Denn du bist, was du isst... Teil 2


Trockenfutter!

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Ich möchte in den nächsten Berichten einmal die Herstellungsverfahren unserer Futtermittelindustrie vorstellen und vor allem kritisch betrachten.

Bei diesem Beitrag möchte ich auch unsere anderen Vierbeiner, wie Hund und Katze gern mit einbringen, denn auch diese sind betroffen von der Futtermittelindustrie.

Beginnen wir mit der Pelletierung, die wohl bekannteste Herstellung.

Sei es im Kleintierfutter, oder die Pferdefutterpellets - Pelletierung dient vor allem zur Staubbindung und zur Erhöhung der Schüttdichte des Produkts. Viele Hersteller werben noch damit, dass durch die Pelettierung ein Vermengen der einzelnen Stoffe verhindert werden soll. Die Mischung eines jeden Pellets soll damit "optimal" für das Tier sein.

Wie werden Pellets hergestellt?

Bei der Herstellung der Pellets werden die Bestandteile des Futters winzig klein gehäxelt und durch eine Presse gedrückt. Dabei werden alle Bestandteile sehr stark erhitzt,gepresst und teilweise noch mit einem klebendem Stoff gebunden (Maiskleber o.ä.). Dadurch entstehen gleichgeformte Bröckchen Tierfutter.

Durch diese starke Erhitzung verlieren die zur Unkenntlichkeit zerkleinerten Bestandteile jegliche Enzyme, Eiweiße werden denaturiert und weitere wertvolle Bakterien werden gänzlich zerstört. (Was hier jedoch nicht zerstört werden kann sind Futtermilben! - v.a. im Futter von Fleischfressern)

Hmmm... Futtermilben!

So gibt es massenweise Kleintiere, die an einer vermeintlichen Staubmilben/Futtermilbenalergie leiden, die allein durch die Milben und den Milbenkot auf Ihrem Futter ausgelöst wird. Zudem ist es ein wahrer Graus, wieviele Maiskleber oder sonstige Getreideabfälle in Hunde/Katzenfutter zu finden ist.

Hier mal eine Zusammensetzung eines sehr bekannten Hundefutterherstellers:

Zusammensetzung
Mais, Weizen, Geflügelmehl, tierische Fette, Sojabohnenmehl, Maiskleber, Proteinhydrolysat, Pflanzenöl, Rübentrockenschnitzel, Mineralstoffe, Knorpelhydrolysat (Chondroitinsulfat-Quelle), Schalentierhydrolysat (Glucosamin-Quelle).

Hunde sind bekanntlich FLEISCHfresser....

Habt Ihr Euch schonmal Gedanken gemacht,was diese ganzen Inhaltsstoffe eigentlich bedeuten?
"Geflügelmehl" - heißt hier wohl nichts anderes, als Reste von Geflügelschlachtabfällen. Es wird hier nicht einmal von GeflügelFLEISCHmehl gesprochen. Noch dazu wird diese vermeintlich einzigste Eiweißquelle durch die starke Erhitzung bei der Pelletierung denaturiert.
"Mais, Weizen, Rübentrockenschnitzel"- als "Energiequelle" für einen Fleischfresser? (übrigens: Rübentrockenschnitzel entstehen bei der Verarbeitung von Zuckerrüben zum Sirup und gehören ebenfalls zu Abfällen. Sie sind dem Futter beigesetzt um die Verdauung zu regenerieren)
Knorpelhydrolysat und Schalentierhydrolysat - zu Mehl verarbeitete Tierknorpel und Schalen von Meerestieren. Als vermeintliche Glucosamin- Quelle

Was bleibt unserem Fleischfresser noch bei diesem Futter?

GUTEN APPETIT!

Aber auch Pferdefutterpellets werden von diesen unnötigen, teilweise verdauungsgefährdenden Zusatzstoffen nicht verschont. Man könnte provokant gesagt meinen, man stecke dort alles rein,was eben so übrig geblieben ist.

Auch hier gebe ich gern mal ein Beispiel eines Pelletiertem Vollwertprodukt, für Pferde mit Hautproblemen:

Zusammensetzung:
28,9 % Weizenkleie, 20,6 % Obst (Apfel)Trester getr.,
20,5 % Luzernegrünmehl, 11,3 % Gerste, 8,1 % Mais, 6,0 % Zuckerrohrmelasse, 2,3 % Calciumcarbonat, 0,9 % Natriumchlorid, 0,1 % Gartenbohnenkraut, 0,1 % Majoran, 0,1 % Koriander,
0,1 % Brennesselblätter, 0,1 % Haselnußblätter, 0,1 % Salbei,
0,1 % Kamille

Weizenkleie - nicht nur die tatsache, dass Weizen schwer verdaulich für Pferde ist, auch dieses Abfallprodukt "Kleie" kann durch Verklebung der Darmzotten, Verschiebung des Verdauungsvorgangs zu immensen Nebenwirkungen führen.
Obst(Apfel)Trester - Gegorenes, getrocknetes Obst aus irgendwelchen "Mülltonnen" von Fruchtsaftherstellern. Vollgeladen mit Zucker. Hmmm, geil!
Luzernegrünmehl - pulverisiertes Luzerne-Grünzeug- Allerlei
Gerste/Mais - Bilden die Alternativen zum Hafer.
Zuckerrohrmelasse - Jawoll, noch mehr Zucker!
0,1% diverse Kräuter - 0,1%!!!! das ist weniger als eine Placebomenge von Kräutern, die hier angeblich noch unterstützend bei Hautkrankheiten wirken sollen.
Weitere Zusatzstoffe habe ich hier bewusst weggelassen - sonst wirds mir schlecht.

Das ganze noch mit einer Futterempfehlung von 200-400g pro 100KG Lebendgewicht - machen bei einem gängigen 500kg Pferd: 1Kg Abfall + Zucker im Pferd. Nein, noch besser - in einem Pferd mit HAUTPROBLEMEN! Sind noch weitere Fragen offen?

Was frisst mein Tier da eigentlich?

Wissen wir nicht selbst gern, was wir essen?- Ist es nicht auch von Vorteil zu wissen, was unsere Vierbeiner fressen?

Weshalb greifen wir zum Trockenfutter? Warum zu den Pellets? Weil alles drin ist "was Ihr Tier braucht"? Weil es kostengünstiger ist? Weil es einfach für uns Menschen ist?

Fragt nach, forscht nach und denkt nach! Oder lasst bitte einfach die Finger von diesem Zeug!

Zum Wohle Eures Tieres und in zweiter Linie, zum Wohle Eures Geldbeutels, mit der richtigen Ernährung bleiben viele Krankheiten erspart!